Grünkohl mit Räucherwurst und Pellkartoffeln

Zutaten:

2 Stauden Grünkohl (gebrauchsfertig geputzt circa 1 Kilogramm)
2 Zwiebeln
Fett zum Anbraten
½ Liter Fleischbrühe
2 Esslöffel Perlgraupen
Salz und Pfeffer
Schmand

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Da es einen entscheidenden Faktor, nämlich die Grünkohlwurst oder Grützwurst oder Pinkelwurst hier im Schwabenländle nicht gibt, habe ich mir längst abgewöhnt, den Grünkohl „traditionell“ zu kochen.
Graupen oder Pinkel – aus der Exotenabteilung des Reformhauses – gehören für mich jedoch unbedingt dazu, obwohl der übrige Teil der Familie durchaus darauf verzichten könnte.

Vorbereitung:

Es beginnt mit Kartoffel auf-den-Herd-stellen, damit sie gleichzeitig mit dem Grünkohl fertig werden.
Grünkohlputzen ist einfach, wenn die richtigen Handgriffe erledigt werden. Blätter vom Strunk entfernen und waschen. Und jetzt kommt’s: Blätter mit einer Hand am Stiel anfassen und mit der anderen Hand mit der Rille zwischen Daumen und Zeigefinger abstreifen. Unten an der Spitze angekommen, halte ich das Blattwerk in einer Hand, den nackten Strunk in der anderen.

Zubereitung:

Den geputzten  Grünkohl (ohne Strunk) fülle ich in meinen größten Topf mit wenig Wasser und lasse ihn kurz aufkochen. Sobald die Blätter zusammengefallen sind, schütte ich sie in ein Sieb und spüle mit kaltem Wasser nach. Das kalte Wasser sorgt dafür, dass der Grünkohl seine Farbe behält. Wer das nicht möchte, bekommt einen „Braunkohl“ – eine Frage der Ästhetik. Den abgetropften Grünkohl häufel ich auf ein Brett und schneide den Kohl-Berg in fingerdicke Streifen. Dieses durch-den-Wolf-drehen, wie es früher üblich war, sieht für mich  aus wie schon-mal-gegessen.

Die Zwiebeln hacke ich klein, dünste sie in Fett an, gebe den geschnittenen Kohl dazu und rühre, rühre, rühre. Sobald die Mischung etwas Wasser gezogen hat, streue ich die Graupen drauf und lösche mit Brühe ab. Traditionell passt hier Schweinebrühe, danach kommt Rinderbrühe – ich habe  Hühnerbrühe in meinem Gefrierfach, und das schmeckt auch hervorragend. Noch einmal gut umrühren ist wichtig, damit keine Graupen an der Oberfläche hängen und damit hart bleiben. Jetzt köchelt alles noch circa 20 Minuten vor sich hin, bis die Graupen voll aufgegangen sind. Die Würste kommen jetzt oben drauf und werden fünf Minuten mit erhitzt.

In der Zwischenzeit die Kartoffeln pellen, Tisch decken und den Grünkohl mit den Würsten servieren.

Wer mag, kann ihn mit Schmand verfeinern, wie ich es so gern mache.

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6 Responses to “Grünkohl mit Räucherwurst und Pellkartoffeln”

  1. Das hört sich richtig gut an, ich war früher nie ein Grünkohl esser, fande der hat nicht geschmeckt, aber seit ungefähr nen halben Jahr liebe ich den Kohl.
    Meine Freundin mag den allerdings nicht so gerne, darum kommt er nicht so oft bei uns auf den Tisch. Aber wenn dann genieße ich ihn richtig, das nächste mal versuche ich es mal mit deinem Rezept.

  2. statt schmand (bei dem sich mir der Magen umdreht) verwende ich Apfel, den ich mitkoche. Etwas Saures gehört anscheinend dazu, vielleicht wegen der fetten Wurst.

  3. juhu sagt:

    Bei Apfel dreht sich bei mir wiederum der Magen um. Wenn es schon sauer sein muss, dann würde ich einen guten Weinessig oder einen trockenen Weißwein nehmen!

  4. miriam sagt:

    das hört sich echt gut an. da bekommt man mal wieder lust auf grünkohl

  5. Lisa sagt:

    Das Rezept ist fast identisch mit dem, welches meine Oma in ihrem Kochbüchlein stehen hatte. Daher kenne ich das ziemlich gut und es schmeckt immer nach zu Hause :D

  6. auswärts sagt:

    Ich liebe das Leben im sonnigen Süden, aber bei Grünkohl bekomme ich Heimweh. Dabei vermisse ich die naßkalten winter nicht im Geringsten!

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